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Wie man einen Bestseller schreibt
16. Januar 2018

In zehn Schritten zum eigenen Sachbuch

In zehn Schritten zum eigenen Sachbuch

 

Sie möchten ein Sachbuch schreiben? Mit diesen Arbeitsschritten funktioniert es bestimmt.

Viele Menschen sind aufgrund ihres Jobs oder auch eines Hobbys Experten auf einem bestimmten Gebiet. Die Gesundheitsberaterin weiß etwa, wie man richtig abnimmt, die Anwältin hat wertvolle Tipps für Scheidungswillige, der Reiseführer kennt spannende und unbekannte Orte in seiner Stadt. Aus verschiedensten Gründen möchten Sie ihr Wissen gerne in einem Buch bündeln, um es anderen zu vermitteln. Dann wartet viel Arbeit in Form von Recherchieren, Schreiben, Verlagssuche und Marketing auf Sie. Was Sie alles beachten sollten, damit das Projekt „Sachbuch“ auch gelingt, beschreibe ich in zehn Schritten:

1.) Beschäftigen Sie sich mit Ihrer Zielgruppe

Stellen Sie sich die gleichen Fragen wie der Gründer eines Unternehmens: Wer ist meine Zielgruppe? Welche Probleme und/oder Interessen hat meine Zielgruppe? Mit welchen Informationen kann ich meiner Zielgruppe helfen oder Sie unterhalten bzw. informieren?

2.) Analysieren Sie die Konkurrenz

Welche ähnlichen Bücher zu Ihrem Thema gibt es schon? Schreiben Sie über nichts, was schon zigmal in ähnlicher Form aufgegriffen wurde, suchen Sie sich besser eine Nische oder wählen Sie einen neuen Zugang zu Altbekanntem.

3.) Recherchieren

Lesen Sie Artikel in Fachmagazinen und Büchern, durchforsten Sie Internet und Bibliotheken nach Ihren Keywörtern, interviewen Sie andere Experten. Tragen Sie so viel Material zusammen wie möglich. Streichen können Sie während des Schreibens immer noch.

4.) Strukturieren

Machen Sie ein Inhaltsverzeichnis mit Kapitel und Unterkapitel. Zu diesem Zeitpunkt ist das nicht in Stein gemeißelt sondern dient nur zur groben Strukturierung und als roter Faden für das Schreiben.

5.) Schreiben Sie die ersten Kapitel

Wählen Sie zwei oder drei Kapitel aus dem Inhaltsverzeichnis und beginnen Sie mit dem Schreiben. Gehen Sie nicht chronologisch vor, sondern beginnen Sie mit jenen Kapiteln, die Ihnen am leichtesten fallen.

6.) Gegenleser finden

Bitten Sie ein oder zwei kompetente Personen Ihres Vertrauens um Feedback. Wählen Sie diese sorgsam aus. Konstruktive Kritik ist gefragt, Lob aus Höflichkeit ist hier nicht angebracht.

7.) Das Exposé

Nun kommt der erste Reality-Check, denn es ist Zeit, ein Exposé für die Verlagssuche zu schreiben. Ja, genau jetzt! Nicht erst, nachdem Sie bereits zweihundert Buchseiten getippt haben.

Ein Exposé sollte ungefähr zwei Seiten umfassen und Folgendes beinhalten:

  • Erklärung des Themas, Hauptthese
  • Vorschlag für Titel und Untertitel
  • Ein kurzer Klappen- oder Werbetext
  • Zeitlicher Rahmen für die Fertigstellung des Buches
  • Inhaltsverzeichnis
  • Zielgruppe
  • Wie unterscheidet sich mein Buch von Konkurrenzprodukten?
  • Was können Sie zum Marketing besteuern? (Kennen Sie Journalisten? Haben Sie viele Facebook-Freunde oder -Fans? Einen Blog mit relevanten Zugriffszahlen?…)

8.) Die Verlagssuche

Schreiben Sie ausschließlich Verlage an, bei denen Ihr Buch ins Programm passt. Reine Literaturverlage scheiden schon mal aus. Die passenden Verlage bekommen von Ihnen einen Brief oder ein Mail mit Ihrem Ansinnen und einer Kurzbiografie, die Sie als Experten für ihr Thema ausweist, Ihren Kontaktdaten, dem Exposé und ein oder zwei (auf keinen Fall mehr!) Probekapitel. Lassen Sie auf jeden Fall die Finger von Verlagen, die von Ihnen Druckkostenzuschüsse, etc. verlangen. Bücher schreiben ist harte Arbeit. Dafür zahlt man nicht, man bekommt Geld dafür.

9.) Schreiben, schreiben, schreiben

Nun warten Sie auf eine Zusage. Haben Sie den unterschriebenen Vertrag in der Tasche, heißt es ab jetzt: schreiben, schreiben, schreiben.

Fangen Sie sofort damit an, Sie werden sowieso keinen Tag vor der Deadline fertig, ich spreche aus Erfahrung. Vermeiden Sie Fachchinesisch, schreiben Sie so einfach und verständlich wie möglich. Geben Sie die neuen Kapitel wieder Ihren Gegenleser(n). Ist das Manuskript fertig, kommt der Verlag an die Reihe und der Autor hat meist abgesehen von Textabgleichungen mit dem Lektor ein paar Wochen Verschnaufpause, bis das Buch aus der Druckerei kommt.

10.) Marketing

Veranstalten Sie Lesungen, nutzen Sie Social Media und einschlägige Kontakte zu Medienvertretern und Bloggern, etc. Falls Sie Vorträge halten, Workshops veranstalten, Führungen machen, bieten Sie Ihr Buch auch selber zum Verkauf an, denn dieser Umstand bessert die meist mickrigen Autoreneinnahmen unter Umständen sogar gehörig auf.

Falls es doch nicht klappt

Falls Sie  keinen Verlag gefunden haben, lassen Sie sich nicht sofort entmutigen. Fragen Sie bei den Lektoren nach dem Grund der Ablehnung und lernen Sie daraus. Dann ändern Sie Ihr Konzept und fangen wieder bei Punkt eins an.

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